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Über Horizonte hinweg

Spanische Lehrkräfte erleben Campe-Flair in Holzminden

Rückbesuch im Rahmen des Lehrer:innenaustauschprogramms des Erasmus+ Programms

(ADL) In der letzten Woche des vergangenen Schuljahrs durften wir eine Kollegin und einen Kollegen aus Spanien bei uns begrüßen. Als Gegenbesuch des Erasmus-Lehreraustauschs hatten die beiden eine Woche lang die Gelegenheit, unsere Schule und unseren Unterricht kennenzulernen.

Sie zeigten sich sehr beeindruckt von unserem Gebäude und seiner Ausstattung: Wir haben so viel Platz, die Cluster ermöglichen eine schnelle Orientierung und die einheitlichen Boards in allen Räumen stellen eine enorme Arbeitserleichterung dar. Die sehr aufgeräumten und gut gefüllten Sammlungen der Naturwissenschaften und auch die vielen Geräte in der Sporthalle lieferten weitere Anlässe zum Staunen. Auch von unserer Schülerschaft waren sie begeistert, da der Unterricht hier sehr viel ruhiger und disziplinierter abläuft als sie es kennen. Sie bemerkten weiterhin, dass unsere Schüler*innen viel eigenständig erarbeiten und beispielsweise in den Naturwissenschaften Experimente selbst durchführen können. Außerdem fanden sich immer Freiwillige, die ihnen das Unterrichtsgeschehen auf Englisch erläuterten, da sie selbst kein Deutsch sprechen. Ein weiterer wichtiger Programmpunkt waren die AGs, die es an ihrer Schule nicht gibt. Mit Trampolin, Junge Forscher und Robotics erhielten die beiden einen abwechslungsreichen Einblick in unser Nachmittagsprogramm und waren überrascht von der Motivation und der Zuverlässigkeit der Teilnehmenden. Vor allem unsere Spanischlernenden hatten in dieser Woche die Gelegenheit, unseren Gästen Fragen zu stellen und ihnen ein wenig näherzubringen, worüber wir in unserem Unterricht sprechen. Dabei wurden verschiedenste Themen rund um Schule, Freizeit, Gewohnheiten und Sprache vor allem im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Kulturen erörtert.

Viele motivierte Lernende trauten sich teils an sehr komplexe Fragestellungen heran und erfuhren viel Neues aus erster Hand. Für unsere Gäste war die Zeit leider viel zu kurz, dennoch nutzten sie die Tage, um unsere Region zu Fuß, auf dem Fahhrad und im Kanu zu erkunden, verbrachten einen Nachmittag in Hannover und erkundeten das Freilichtmuseum in Detmold. Kulinarisch wurde die Reise abgerundet durch Spargel, Flammkuchen, diverse Schnitzel und die Bratwurst, die ein Schüler zur Besuchsstunde mitbrachte.

Wir denken, wir konnten ihnen in dieser einen Woche unser Schulleben ein wenig näherbringen und dass sie viele schöne Eindrücke vom Campe und unserer Region mit nach Spanien nehmen konnten.

Holzminden, 19.09.2024.

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Wusstest Du…

Herzog Julius

Herzog Julius wurde aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung seiner Füße von seinem Vater zunächst von der Nachfolge ausgeschlossen und ins Kloster geschickt. Nachdem seine Brüder im Kampf gefallen waren, wurde er aber wider Erwarten doch Herzog. Durch seine Klosterausbildung war er dann ein für damalige Verhältnisse äußerst gebildeten Herrscher. Nach dem Tod seines Vaters, Heinrich des Jüngeren (der wilde Heinz von Wolfenbüttel), modernisierte er das Herzogtum auf Weise, die den konservativen Vorstellungen seines Vaters widersprachen - unter anderem durch die Gründung unserer Schule in Amelungsborn. Dies wirft die Frage auf, ob diese Entwicklung ohne seine körperlichen Beeinträchtigungen stattgefunden hätte.

Illustration von Robert Bunsen
Fragen Sie lieber zu viel als zu wenig.
Robert BunsenEhemaliger Schüler unserer SchuleChemie stinkt und knallt eben manchmal

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