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Heinrich III. zieht am 12.06.2026 Handys ab

Wandertag der Klasse 07‑3 nach Goslar? Stand nicht Bad Harzburg auf dem Plan?

(DOM/HAS) Ursprünglich hatte die Klasse  07‑3 geplant, einen Tag im HarzVenture in Bad Harzburg zu verbringen. Die Zugfahrt endete jedoch prompt in Goslar, weil eine kaputte Weiche die Strecke blockierte. Kurzfristig mussten wir das Programm ändern.

Wir besuchten die Kaiserpfalz in Goslar. Dort hielten die Schüler Impulsvorträge zu den Wandmalereien im Kaisersaal, die Themen der Deutschen Geschichte veranschaulichen. Das spontane Format funktionierte gut: Wir entdeckten Botschaften in den Bildern, die man nicht im Geschichtsbuch findet. Über diese Details kamen wir über die Figuren der Geschichte ins Gespräch. Die Kinder fragten sich, warum die Pferde uns im ganzen Saal „folgen“, warum Barbarossa im Kyffhäuser traurig wirkt und warum der abnehmende Mond in dem Bild von Dornröschen ein schlechtes Vorzeichen für die Reichsgründung war. So wurden im Nachhinein auch die Exponate im vorher besuchten Pfalzmuseum lebendig.

Wir analysierten auch Barbarossas Kreuzzug, der einen Blick aus der Perspektive des 19. Jahrhunderts auf die Welt der Christen und Muslime zeigt. Dabei stellten wir fest, dass der Maler beide Kulturen distanziert und respektvoll darstellte, obwohl die im Bild dargestellten Einzelheiten der fiktiven Schlacht aus heutiger Sicht als „Fake News“ gelten. Letztendlich ist der Kaisersaal sowas wie das INSTAGRAM des 19. Jahrhunderts.

Bevor wir die Kaiserpfalz verließen, besuchten wir noch das Grab von Heinrich III. Unter der Grabplatte ist allerdings nur sein Herz bestattet. Gruselig und kurios, was man so im Mittelalter veranstaltete. Heinrich hatte also sein Herz in Goslar verloren und dann wollte der „olle“ Kaiser noch ein Handy von einer unserer Schülerinnen in sein Grab ziehen, das haben wir ihm aber doch nicht überlassen. Wir warnen alle nachfolgenden Besucher, Heinrich braucht ein Mobiltelefon, passt auf eure Handys auf!

Anschließend erkundeten die Schüler noch die Stadt, bevor wir zur Rückfahrt aufbrachen.

Das Wetter wurde im Laufe des Tages immer besser. In Holzminden ankommen, waren alle mit dem Verlauf des Wandertages versöhnt und fühlten sich kaiserlich.

Veröffentlicht von KOE, 23.06.2026.

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